Was man über Bowling wissen sollte


“How to Bowl” ist nicht für Leute gedacht, die schon Bowling spielen können. Vielmehr möchte ich Aussenstehenden und Interessierten einen kleinen Einblick in unsere Sportart geben. Es ist mir z.B. unmöglich zu sagen, wie oft ich gefragt worden bin: “Wie machst du das, dass die Kugel so einen Bogen macht?” Einem richtigen Bowler brauch ich das nicht mehr zu erklären. Und den anderen werde ich in Zukunft nur noch diese Webadresse geben.

Vielleicht möchte ich auch was für's Image machen. Denn die meisten “Openbowler” gehen nur einmal im Monat bowlen, saufen sich dabei die Hucke voll und glauben sie haben Bowling gespielt. Nein, nein, nein, BOWLING SPIELEN bedeutet etwas anderes. Wer weiss schon, dass eine normale standard Ausrüstung für den “kleinen” Ligaspieler um die 500€ kostet. Wer weiss schon, dass es sich bei diesem Sportgerät nicht um eine Kugel sondern um einen Ball handelt. Wer weiss schon, dass dieser Ball dann auch noch einen Gewichtskern hat. Mal ganz zu schweigen von den verschiedenen Balloberflächen wie Polyester, Urethan, Reactiv oder Particle (auch als Proactive bekannt) .

Das erklärt zwar immernoch nicht warum der Ball einen Bogen macht, sind aber schonmal ein paar kleine Grundlagen. Um es ganz primitiv zu erklären bietet sich der Vergleich mit Tischtennis an. Schneidet man den Ball heftig seitlich an, springt der Tischtennisball in eine andere Richtung, sobald er die Platte berührt. Gut, ein Bowlingball ist ein klein wenig schwerer. Aber warum verspringt dann der Ball nicht sofort, wenn er die Bahn berührt? Ganz einfach: damit die Bahn nicht zu schwere Schäden nimmt, wird sie jeden Tag mit einem leichten Ölfilm überzogen. Aber nicht über die ganze Länge der Bahn, sondern nur etwa zwei Drittel weit. So rutscht also der Ball rotierender Weise die Bahn runter und greift dann im letzten Drittel.

Wie der Ball richtig rotiert und wie man es schaft, dass der Ball so rotiert, erkläre ich später. Jetzt ersteinmal zur Ausrüstung.